Wann schaffst du das alles?“ Das werde ich oft gefragt, wenn es um meine Kerzenwerkstatt geht.
Kerzen herzustellen ist eine intensive und zeitaufwendige Arbeit. Und natürlich bin ich zuerst Mutter, Ehefrau und Hausfrau. Außerdem habe ich einen Hauptberuf: Ich bin Musiklehrerin. Das sind wichtige Prioritäten. Ich kann Kerzen nicht auf Kosten meiner Familie, meiner Tiere oder meines Berufs machen. Zuerst muss es uns gut gehen, die Tiere müssen versorgt sein und ich möchte meinen Hauptberuf so gut wie möglich ausüben.
Was bleibt also übrig? Der späte Abend, die Nacht, der frühe Morgen, die Wochenenden und die Ferien. Organisation ist alles. Sowohl in meinem Beruf als Musikerin als auch beim Kerzenmachen gibt es Stoßzeiten und besondere Saisonzeiten. Dass sie manchmal zusammenfallen, ist natürlich nicht besonders praktisch für mich. Da hilft nur: gut planen und organisieren.
Wenn ich anfange, darüber nachzudenken, wann ich das alles schaffen soll, merke ich schnell: Eigentlich geht das gar nicht. Also lieber nicht zu lange nachdenken, Augen zu und durch – das hat manchmal auch etwas für sich.
Natürlich muss ich auf manches verzichten, um Kerzen machen zu können. Aber das Kerzenmachen ist seit vielen Jahren ein so fester Bestandteil meines Lebens, dass ich mir mich selbst und meine Werkstatt kaum noch ohneeinander vorstellen kann.
Fairerweise muss ich sagen: Meine Familie unterstützt mich sehr. Auch meine Kinder sind auf ganz unterschiedliche Weise mit dabei – beim Marketing, bei der Shopführung oder mit technischem Support in der Werkstatt. Das hilft mir enorm.
Und die Freude, die mir das Kerzenmachen bereitet, kann ich mit Worten kaum beschreiben.
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